schlotti.info

Das Phänomen Handy

Wochenende, man sitzt in gemütlicher Runde zusammen, hört Musik oder schaut z.B. ein Livekonzert an. Der Sound ist gut, es macht Spaß und zwischendurch wird der Lautstärkepegel auch mal gesenkt, Gelegenheit sich zu unterhalten. Es dauert nicht lange und irgendwo wird das Smartphone gezückt und eine SMS oder Whatsapp klingelt. Ist vorher ja nicht so aufgefallen, war ja lauter gewesen. Wäre ja nicht so schlimm, aber man wird einfach das Gefühl nicht los die Menschen haben Angst nicht auf dem Laufenden zu sein oder etwas zu verpassen. So oder ähnlich haben es wohl schon viele erlebt, ganz extrem in öffentlichen Verkehrsmitteln, denn es gibt wohl keinen unpersönlicheren Ort als z.B. die S-Bahn. Überall diese Dinger am Ohr, fast so groß wie Laptops, oder es wird wie wild darauf rumgetippt.

Ebenso sind soziale Netzwerke mitlerweile der wichtigste Anlaufpunkt sich zu verabreden oder um sich zu unterhalten! Der Nachteil liegt für mich auf der Hand, denn das geschriebene Wort (zwischen den Zeilen lesen) lässt in jeder Hinsicht viel Raum für Fehlinterpretation. "War doch nicht so gemeint" , heißt es dann wenn aufgrund eines vermeindlich bösen Posts die Freundschaft auf Eis gelegt wird oder sogar zerbricht.

Sicherlich bringen diese neuen Möglichkeiten der Kommunikation auch viele Vorteile mit. Es ist einfach z.B. unglaublich bequem und schnell auf diese Weise Infos zu verbreiten oder Menschen kennen zu lernen. Ich habe das Internet damals für mich genutzt um eine Partnerin zu suchen und habe, Gott sei dank, sehr viel Glück damit gehabt.

Zurück zum Handywahn. Ich finde es erschreckend das es mittlerweile schon Studien gibt die sich mit Entzugserscheinungen beschäftigen die bei Handyentzug auftreten, wo soll das noch hinführen? Ich sehe schon die ersten Kliniken entstehen in denen zitternde Menschen planlos durch die Gänge torkeln weil man ihnen das Smartphone weggenommen hat.

Also Leute, probiert doch in Zukunft mal wieder miteinander zu reden, so Auge in Auge?